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Simon ist Schweizermeister

An der Mountainbike Schweizermeisterschaft in Leysin (04.06. & 05.06.) waren unsere beiden Fahrer, Simon und Andrin, mit verschiedenen Ambitionen gestartet und so verschieden ist auch das Rennen verlaufen.



Nach der Streckenbesichtigung vom Samstag, sah es so aus, als ob die Strecke immer mehr abtrocknen würde. Entsprechend wurden die Bikes und Räder (Pneu) für das Rennen vorbereitet. Petrus hatte einen anderen Plan und etwa drei Stunden vor dem Rennen am Sonntag begann es stark zu Regnen. Die Bikes mussten also an die neuen Verhältnisse angepasst werden, ebenso mussten sich auch die Fahrer mental auf die neue Situation einstellen.

Kurz vor Rennbeginn hatte es zwar aufgehört zu regnen, das viele Wasser weichte die Strecke jedoch sehr stark auf.

Somit war die Strecke nicht mehr wie bei der Besichtigung fahrbar.

Die U23-Männer starteten eine Minute nach den Elite-Herren.

Simon war in der Starreihe und Andrin direkt dahinter in der zweiten Reihe.

Andrin fand gut in das Rennen und konnte rasch in die Top 10 vorfahren.

An achter Stelle liegend, hat Andrin auf einem rutschigen Streckenabschnitt das Gleichgewicht verloren und musste sich abstützen um nicht zu stürzen.

Dabei hat er sich an der angeschlagenen Schulter erneut verletzt und konnte nicht direkt zurück aufs Bike stiegen.

Mit den durch den "Unfall" verlorenen Plätzen und Sekunden machte sich Andrin an die Aufholjagt.

Um die verletzte Schulter nicht weiter zu gefährden, musste Andrin in den Abfahrten etwas vom Gas und mehr auf die Bremse.

Zum Schluss reichte es ihm für den guten 12. Rang.

Mit dem Wissen, dass ohne den Zwischenfall eine Top-8-Platzierung möglich gewesen wäre, kann Andrin die nächsten Rennen mit viel Selbstvertrauen in Angriff nehmen.

Die Formkurve stimmt und doch wäre heute mehr drin gewesen.

Simon hatte einen ganz anderen Rennverlauf.

Die stärksten Fahrer der U23 fuhren bereits in der ersten Runde auf die Elite-Fahrer auf.

Simon konnte sich den ersten beiden Runden an die zweite Position vorkämpfen.

Zu dem noch übrig bleibenden Konkurrenten konnte er ebenfalls rasch aufschliessen und so bildete sich ein Spitzenduo.

Zwei Runden vor Schluss konnte Simon eine Lücke aufreissen, die von der Konkurrenz nicht mehr geschlossen werden konnte.

Der vorhin noch drittplatzierte fand plötzlich noch Energie und schloss bis auf wenige Sekunden zu Simon auf.

Erneut brauchte es heute einen zusätzlichen Effort, um auch diesen Fahrer zu distanzieren.

Dies gelang Simon und er konnte die letzten Meter zum Zielgelände und dem damit verbundenen SM-Titel mit nicht mehr gleich hohem Druck fahren.

Was nach der Zieleinfahrt passierte, ist für einen Athleten kaum in Worte zu fassen.

Als bei der Rangverkündigung ertönte, dass "Simon Walter U23 Schweizer Meister" geworden ist, hat sich beim ganzen Walter MTB Team eine riesengrosse Freude, Stolz und Genugtuung verbreitet.

Herzliche Gratulation Simon!

Viel Zeit, um alles zu verarbeiten bleit dem Team nun nicht.

Am Donnerstag geht es bereits Richtung Leogang (AT) an das nächste Weltcup-Rennen.