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Welt Cup in Nove Mesto, ein Pollenmeer

Wenige Tage nach dem erfolgreichen Welt Cup in Albstadt startete bereits die Rennvorbereitung für dieses Weekend in Nove Mesto.


Andrin startete erneut mit der Nationalmannschaft. Für Simon und Lukas begann die Reise am Mittwochabend. Sie fuhren mit dem grossen Team-Bus von Sulgen bis nach Prag. Dort wurde in einem Hotel übernachtet, damit Simon genügend Schlaf für die Regeneration erhielt. Am Donnerstagmorgen ging es dann die restlichen 180 km nach Nove Mesto zum Renngelände. Bei der Anfahrt lag das ganze Gebiet wie unter einem gelben Schleier. Es war sehr eindrücklich zu sehen, wie die ganz ganz feinen Pollen alles bedeckten und die Luft trübten, wie wenn ein feiner Nebel alles eingehüllt hätte.


Nach dem Abholen der Startnummer ging es in Richtung Hotel. Dies war bei der Ankunft jedoch verschlossen und es war niemand erreichbar. Simon und Lukas blieb nichts anderes übrig als ein anderes Hotel zu suchen. Zwei Tage vor einem Welt Cup – so gut wie unmöglich. Dank etwas Glück und Verhandlungsgeschick wurde noch eines in der Nähe des Rennplatzes gefunden. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass das reservierte Hotel verkauft wurde und niemand sich um die Reservationen gekümmert hatte.


Die Strecke in Nove Mesto ist hauptsächlich im Wald und geht entsprechend über sehr sehr viele Wurzeln, denn durch das trockene Wetter in diesem Jahr sind diese noch mehr zum Vorschein gekommen. Dazu kommen zwei Rockgarden, was die Strecke sehr technisch macht und jede Unachtsamkeit mit einem Defekt bestrafen kann. Entsprechend mussten die Fahrwerke und Bereifungen der Rennbikes angepasst werden. Um besser über die Wurzeln zu rollen montierte Lukas an Simons Bike vorne eine 120 mm Federgabel.


Der Donnerstag und Freitag wurde für das Trainieren auf der Strecke und das Anpassen des Renn-Setups benötigt. Am Samstag um 15.00 Uhr galt es für die U23-Kategorie wieder ernst. Simon startete erneut aus der ersten Reihe und Andrin ging vom Startplatz 73 aus ins Rennen. Beide hatten einen guten Start und kamen schnell in ihren Rhythmus. Nach drei Runden erwischte Simon in einem Rockgarden nicht die optimale Linie, daraus resultierte ein platter Hinterreifen. Die lange Distanz bis in die Tech-Zone kostete extrem viel Energie. Er holte mit dem neuen Hinterrad einige Fahrer wieder ein und beendetet das Rennen auf dem 21. Platz. Ein solides Rennen – in Anbetracht des Defektes und dem daraus resultierenden Zeitverlust.


Andrin konnte konstant Fahrer um Fahrer überholen und kämpfte sich auf den 50. Schlussrang. Die Richtung stimmt und Andrin war nach dem Rennen glücklich endlich wieder einmal in den Renn-Rhythmus gefunden zu haben, nachdem dies in den letzten Wochen nicht nach Wunsch geglückt ist. Ebenso bemerkenswerter ist der Auftritt in Nove Mesto, da Andrin im Moment gerade im Abschluss der Lehre ist und somit neben Arbeit und Biken noch eine weitere Priorität zu managen hat.


Der nächste Fixpunkt im Rennkalender des Teams ist die Schweizermeisterschaft (SM) in Leysin am 4./5. Juni. Diese drei Wochen sind nun wichtig, um nach den vielen Rennen wieder einmal ein Trainingsblock ohne Rennunterbrechung zu haben. Der Fokus liegt auf dem Verbessern der Defizite, welche in den vergangenen Rennen aufgedeckt wurden und einer bestmöglichen Vorbereitung für die SM.